Was ist Hyaluronsäure?

Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Molekül, das sich besonders im menschlichen Bindegewebe wiederfindet und durch seine hohe Wasserbindungskapazität für Elastizität und Feuchtigkeit der Haut sorgt. Medizinisch und kosmetisch wird Hyaluronsäure heute synthetisch produziert und nach strengen Reinheitsstandards als Filler zur Faltenbehandlung genutzt. Sie gleicht feine und tiefe Falten aus, polstert die Haut von innen und verleiht ein natürlich erfrischtes Aussehen. Je nach Vernetzungsgrad und Produktqualität unterscheiden sich die Haltbarkeit und der Abbauprozess—die Hyaluronsäure baut sich je nach individuellen Voraussetzungen immer vollständig wieder ab.
Behandlungen mit Hyaluronsäure
Typische Anwendungen von Hyaluronsäure-Fillern im ästhetischen Bereich sind:
• Behandlung von Augenfältchen
• Anhebung der Augenbrauen bei Schlupflidern
• Lippenkonturierung und Lippenaufspritzung (Volumen, Form)
• Glättung von Oberlippenfalten (Knitterfalten)
• Kinnmodellierung
• Jawline-Optimierung
• Hals- und Dekolleté-Falten
• Nasenkonturierung
• Nasolabialfalte
• Auffüllen und Anheben der Mundwinkel
• Wangenaufbau
• Jochbeinaufbau
• Auffüllen der Tränenrinne
Ablauf der Hyaluronsäure-Behandlung
Der Behandlung geht ein ausführliches Beratungsgespräch mit Untersuchung und Dokumentation voraus, bei dem die zu behandelnden Areale festgelegt werden. Nach sorgfältiger Desinfektion wird die passende Hyaluronsäure—je nach Region wenig oder stark vernetzt—mittels feiner Injektionstechniken direkt unter die Haut gebracht. Die meisten Produkte sind mit einem lokalen Betäubungsmittel (z.B. Lidocain) versehen, wodurch die Behandlung nahezu schmerzfrei abläuft. Ergänzend können betäubende Cremes verwendet werden. Nach der Behandlung empfiehlt es sich, ein bis zwei Wochen auf Sauna und Solarium zu verzichten, körperliche Schonung ist nur für mindestens einen Tag notwendig. In der Regel sind Patientinnen direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig.
Komplikationen und Sicherheit
Wie bei jeder ästhetischen Behandlung können vereinzelt Blutergüsse, Schwellungen oder Rötungen auftreten, die meist schnell abklingen und leicht abdeckbar sind. Sehr selten sind allergische Reaktionen, Knötchen- oder Narbenbildung sowie Gefäßembolien oder Thrombosen. Durch die Verwendung geprüfter und zugelassener Hyaluronprodukte wird das Risiko auf ein Minimum reduziert. Individuelle Risiken und Nebenwirkungen werden im Beratungsgespräch transparent besprochen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu einer Hyluronsäurebehandlung
Wie lange dauert eine Hyaluronsäure-Behandlung?
Die eigentliche Injektion dauert meist nur 15 bis 30 Minuten. Mit Beratung und Vorbereitung sollten Sie insgesamt etwa 45 Minuten einplanen.
Ist die Behandlung mit Hyaluronsäure sicher?
Ja, Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff und gilt als sehr sicher. Moderne, hochgereinigte Produkte minimieren das Risiko von Nebenwirkungen erheblich.
Wie werden Schmerzen und Unannehmlichkeiten reduziert?
Viele Hyaluronsäure-Produkte enthalten ein Betäubungsmittel (Lidocain). Zusätzlich kann vor der Behandlung eine betäubende Creme aufgetragen werden, um den Komfort zu erhöhen.
Was sollte ich vor der Behandlung beachten?
Vermeiden Sie mindestens eine Woche vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente und Alkohol, um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren. Informieren Sie Ihren Arzt über Allergien und Erkrankungen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Leichte Schwellungen, Rötungen oder blaue Flecken an den Einstichstellen sind normal und klingen meist nach wenigen Tagen ab. Schwerwiegendere Reaktionen sind sehr selten.
Wann kann ich nach der Behandlung wieder meinen normalen Aktivitäten nachgehen?
Sie sind in der Regel sofort gesellschaftsfähig. Intensive körperliche Aktivitäten, Saunagänge und direkte Sonneneinstrahlung sollten für 24 bis 48 Stunden vermieden werden.
Wie lange hält das Ergebnis an?
Die Dauer der sichtbaren Wirkung variiert zwischen 6 und 18 Monaten, abhängig von Produkt, Behandlungsregion und individuellem Stoffwechsel.
Kann Hyaluronsäure wieder aufgelöst werden?
Ja, bei Bedarf kann eine unerwünschte Wirkung durch das Enzym Hylase wieder rückgängig gemacht werden.
Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?
Schwangere, Stillende sowie Menschen mit aktiven Hauterkrankungen oder Autoimmunerkrankungen sollten auf eine Behandlung verzichten oder diese nur nach gründlicher ärztlicher Beratung durchführen lassen.



